48 gut gelaunte Schülerinnen und Schüler der 5. und 7. Klasse machten sich am Montag, den 08.07 auf den Weg zur Mehrtageswanderung an den Spitzingsee. Begleitet wurde sie von 4 tapferen Lehrern: Herr Grünebach (der Almklausi), Frau Höcherl (die erfahrene Wanderin), Frau Berberich (die Schwangere) und Frau Matschiner (die junge LAA).
 
In Neuhaus angekommen, konnten wir unser Ziel nicht sehen, denn Petrus zeigte uns, dass er nach den heißen Sonnentagen auch anders kann. Es nieselte, regnete, zuweilen schüttete es. Für jeden Regenfan war etwas dabei, den anderen blieb nur der Griff zum Regenschirm. Der Aufstieg war mühsam, es wurde gemurrt und geklagt. "Wie lange noch?", "Ich kann nicht mehr", das waren die zwei häufigsten Sätzen an diesem Tag. Doch auf der oberen Firstalm angekommen, den Spielplatz entdeckt, schon war die ganze Anstrengung vergessen. Es wurde geschaukelt und das Karussell stand nicht mehr still.
Nach einer kleinen Pause ging es weiter zu unserer Unterkunft, das Haus Spitzingsee. Zimmer wurden verteilt, das Haus begutachtet, der Spielplatz erobert und dann kam die große Überraschung, unsere Hauswirtin grillte für uns. Spätestens da, waren alle Lebensgeister wieder vorhanden, sodass wir uns nach dem Abendessen noch einmal auf den Weg machten. Eine Fackelwanderung rund um den Spitzingsee. Und wer hätte es gedacht, dass man in der Nacht einen Sonnentau sehen kann? Bei uns ist eben alles möglich.
Sichtlich erschöpft fielen alles um 23 Uhr ins Bett.

1. Tag geschafft. Das haben wir gelernt:
- eine Reisetasche als Wanderrucksack ist keine gute Idee (Dank an Herrn Judt für die schnelle Hilfe) 
- Regen ist nass und kalt, das nächste Mal höre ich auf meine Lehrer und packe einen besseren Regenschutz ein
- ich muss unbedingt nochmal Schuhe binden üben 
- zu schelles Karussell fahren erzeugt Übelkeit 
- 7 kg auf dem Rücken werden gefühlt immer schwerer, vielleicht hätte ich doch nur das Nötigste einpacken sollen... Ist das Glätteisen so wichtig? 
- so überzieht man also ein Bett! 
- im Spitzingsee gibt es Muscheln und wenn man mal drinnen ist, ist er gar nicht mehr so kalt
- aus einem leeren Getränkeautomat kommt kein Getränk, dein Geld nimmt er trotzdem 
 
Am nächsten Tag, fröhlich geweckt vom Lagerboogie, ging es nach dem Frühstück auf zur Rotwand. Eine große Aufgabe (800 Höhenmeter) die mit viel Anstrengung und Überzeugungskraft, von Frau Höcherl und Frau Matschiner, gemeistert wurde. Auf dem Sattel angekommen, konnten nur noch wenige Schülerinnen und Schüler motiviert werden den Gipfel zu erklimmen. Alle anderen zog das Rotwandhaus magisch an. Die Gipfelstürmer wurden mit einem kurzen Ausblick belohnt, bevor die Wolken ihn wieder einschlossen, die anderen belohnten sich mit Kaiserschmarrn oder Spaghetti. Nach einer mehr oder weniger erholsamen Pause ging es zur heutigen letzten Etappe, der Abstieg zurück zum Haus Spitzingsee. Es zog und zog sich und mancher glaubte, das Haus nie zu erreichen. Mit einer leichten Verspätung von 30 Minuten, das Abendessen war schon fertig, konnten wir uns in der Hütte mit Currywurst und Pommes stärken. Abends trafen sich, mehr oder weniger alle, zum bunten Abend, es wurde gesungen, getanzt, gelacht und gespielt, dass die Karten rauchten. 

Tag 2 geschafft. Das haben wir heute gelernt:
- Skiwasser ist lecker
- das ist also Muskelkater
- wenn die Lehrer sagen, wir nehmen nur Brotzeit mit, dann sollte ich das auch tun -> Himmel wie schwer wird denn so ein Rucksack? 
- Kaiserschmarrn ist lecker 
- kein Lebewesen darf mit Steinen beworfen werden 
- Bergab ist ja anstrengender als Bergauf
- wenn ich mit den Schuhen in den See gehe, werden sie nass 
- wenn ich müde bin, sollte ich ins Bett gehen, auch, wenn es noch nicht 23 Uhr ist 
 
"Tschu tschu der Lagerboogie... " - Tag drei begann wieder fröhlich mit Musik, dazu kam noch ein Geburtstagsständchen für Paul. Die Knochen tun weh, das Aufstehen fällt schwer, doch es hilft nichts. Der See ruft. Nach einem ausgiebigen Frühstück verließen wir unsere schöne Herberge und besuchten ein letztes Mal den Spitzingsee. Von den Tretbooten aus konnten die Berge, die wir am Tag zuvor erklommen haben, begutachtet werden. 
Anschließen machten wir uns auf den Weg zurück nach Neuhaus. Dort angekommen gab es für die tapfere Wandertruppe, die sich während der 3 Tage auf 45 reduziert hatte, (a bisal Schwund is imma) zur Belohnung ein Eis. Den Bahnhof in Sichtweite, den Bus mit letzter Kraft erreicht, "Geschafft!" 

Tag 3 - Das haben wir heute gelernt:
- Schreien statt singen = Heiserkeit
- Spezi zum Frühstück ist keine gute Idee 
- Betten kann man auch wieder abziehen 
- Tretbootfahren macht Spaß 
- Blasenpflaster retten den Tag
 
Fazit der letzten drei Tage: Wenn wir sagen, wir gehen wandern, dann gehen wir auch wandern. In diesem Sinne - schee war's!
 
M. Berberich 

Mitteilung der Schulleitung

Elternversammlung zur Wahl des Elternbeirates:
Dienstag, 22.10.2019, 19:00 Uhr - Schule Aßling